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Stärken oder Schwächen? Ein Perspektivwechsel.
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Lassen Sie uns diesen Newsletter mal mit einem Experiment beginnen: Nehmen Sie sich Zettel und Stift schreiben Ihre drei größten Schwächen auf. |
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Was haben Sie notiert?
- Ungeduld?
- Kontrollzwang?
- Nicht gut zuhören können?
Oder stehen andere Verhaltensweisen auf Ihrem Zettel? |
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Einladung zum Perspektivwechsel
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Beispiel:
Charlotte möchte im Coaching daran arbeiten, fokussierter zu sein. Ihr wird immer mal wieder von Kollegen und Chefs zurückgemeldet, dass sie zu viele Themen gleichzeitig bearbeitet. Die Fähigkeit der breiten Wahrnehmung hilft Charlotte allerdings auch, einen guten Überblick über das Team, die Stimmung im Team und die Themen zu haben.
Wenn es aber darum geht, sich zu konzentrieren, um ein Thema von Anfang bis Ende zu durchdenken, lässt sie sich zu sehr ablenken. Ihr fällt es schwer, den Fokus zu halten. |
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Charlottes Fähigkeit der "breiten Wahrnehmung" ist ihr in bestimmten Situationen dienlich, in anderen Situationen nicht. |
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Und genau diese Perspektive möchte ich Ihnen in diesem Newsletter schenken und die Polarität von Stärken und Schwächen ins Schmelzen bringen.
Ich möchte Sie dazu einladen, einen anderen Blick auf Ihre Fähigkeiten und das daraus resultierende Verhalten einzunehmen und Verhalten, das Ihnen nicht mehr dienlich ist, zu transformieren. |
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Jetzt nehmen Sie sich bitte noch mal Ihre Liste mit den Schwächen zur Hand. Suchen Sie sich eine Schwäche aus und beantworten zu dieser Schwäche folgende Fragen:
- In welchen Situationen ist Ihnen dieses Verhalten dienlich?
- In welchen Situationen dient es Ihnen nicht?
Mit den ersten beiden Fragen setzen Sie das Verhalten in einen Kontext. Das führt dazu, dass die Schwäche an Absolutheit verliert und somit zu einer Fähigkeit wird, die situativ dient oder nicht.
Gehen wir gemeinsam einen Schritt weiter. |
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Zu Grunde liegende Schutzstrategien identifizieren
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Beispiel:
Im Laufe des Coachings von Charlotte finden wir heraus, dass das Bedürfnis, das Charlotte den Fokus im Außen halten lässt, ein Bedürfnis nach Sicherheit ist.
Das heißt, die unbewusste Angst, etwas zu übersehen, was gefährlich werden könnte, sie einen Fehler machen oder ein unkalkulierbares Risiko eingehen ließe, hat das Verhalten der omnipräsenten Wahrnehmung sehr stark entwickelt.
Charlottes Verhalten ist Teil einer ihrer Schutzstrategien.
Allein dieses Verstehen hilft Charlotte dabei, mit Milde auf diese Eigenschaft der fehlenden Fokussetzung oder Konzentrationsfähigkeit zu blicken.
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Nun zu Ihnen. Kehren Sie bitte zu Ihrer Liste mit den Schwächen zurück. Suchen Sie sich wieder eine heraus und überlegen Sie:
In welchen Situationen wird dieses Verhalten zum Schutzmechanismus? Und wovor soll es Sie schützen? |
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Um Schutzstrategien dauerhaft zu transformieren, ist es wichtig, zu verstehen, was diese Strategien wachruft. Machen wir uns also auf die Suche nach den Triggerpunkten. Ich konkretisiere anhand Charlottes Beispiel und Sie überlegen im Anschluss, welche Triggerpunkte Ihre Schutzstrategie auslösen. |
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Beispiel:
Bei unserer Suche nach Triggerpunkten erzählt Charlotte, dass sie vor allem dann den Fokus verliert, wenn Anforderungen zu schnell wechseln und auch die Ansprechpartner dazu variieren. In dem Projektgeschäft, in dem Charlotte eine Teamleiterrolle inne hat, keine Seltenheit.
Um in einer solchen Überforderung keine Fehler zu machen, sind Charlottes äußere Wahrnehmungsorgane auf Alarm. |
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Nun die Frage an Sie: Was im Außen triggert bei Ihnen den Schutzmechanismus? Gehen Sie alle Bereiche Ihres Lebens durch. |
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Ursache aufdecken und dazu gehörige Glaubenssätze finden
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Bevor ich Sie wieder einlade, den Blick nach innen auf Ihre Situationen zu richten, erläutere ich anhand Charlottes Beispiel den nächsten Schritt in diesem Prozess. |
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Beispiel:
Charlotte und ich suchen nun gemeinsam die Ursprungssituation, aufgrund derer Charlotte diese Schutzstrategie entwickelt hat.
Die Suche trägt uns in Charlottes Kindheit. Ihr fällt ein, dass sie als Kleinkind viel herumgereicht wurde. Manche Personen taten ihr gut, andere nicht. Um nicht überrascht zu werden, hat sie gelernt, frühzeitig ihre Augen und Ohren nach Außen zurichten, um Situationen und Umgebungen einschätzen zu können. So war sie vorbereitet auf das, was dann kam.
Der Glaubenssatz, der sich in ihr gebildet hat, ist: „Ich bin nicht sicher. Ich muss für meine eigene Sicherheit sorgen.“ |
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Kommen wir zu Ihnen. Welche Situation liegt Ihrer Schutzstrategie zugrunde? Welcher Glaubenssatz oder welche Glaubenssätze haben sich dadurch in Ihnen gebildet, die auch heute noch Ihr Handeln bestimmen und eben in bestimmten Situationen dafür sorgen, dass Ihnen dieses Handeln nicht dienlich ist? |
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Glaubenssätze und die dazu gehörigen Erfahrungsräume transformieren
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Haben Sie die Ursprungssituation und den dazu gehörigen Glaubenssatz gefunden, können Sie beides transformieren. Dazu stellen Sie sich folgendes vor Ihren inneren Augen vor:
Sie halten ein leeres Fotoalbum in der Hand und kleben, die Situation oder die Situationen, die vor Ihrem inneren Augen erscheinen und zu dieser Ursprungssituation gehören, wie Polaroids in dieses Fotoalbum. Die dazu gehörigen Glaubenssätze schreiben Sie unter die Bilder.
Sollten Sie noch weitere Situationen vor Ihrem inneren Auge bemerkbar machen, kleben Sie auch diese als imaginäre Polaroids in das Album.
Ist das Album vollständig gefüllt, richten Sie aus Ihrem Herzen einen Scheinwerfer auf das Album und beobachten wertfrei, was geschieht. |
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Beispiel:
Charlottes Fotoalbum löst sich langsam unter dem Licht Ihres Herzenslichtes auf. |
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Manifestation des transformierten Energiefeldes durch konkrete Handlungen im Alltag
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Beispiel:
Damit das, was wir im Coaching gewandelt haben, auch in Charlottes Alltag Platz nehmen kann, definieren wir alternative Handlungen, die den automatisierten Schutzmechanismus ablösen. Charlotte trifft folgende Entscheidungen für sich:
- Ich sage, wenn es zu viele Themen sind, die meine Aufmerksamkeit brauchen und überlege, mit den anderen, wie sich das ändern lässt.
- Ich plane mir aktiv "Me-Time" im Kalender und nutze diese bewusst, um den kleinteiligen und hektischen Alltag zu durchbrechen.
- Ich ziehe mich aktiv in einem Ruheraum zurück, schalte Telefon und andere Kontaktwege aus, um strategische Themen von Anfang bis Ende in Ruhe zu durchdenken.
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Jetzt sind Sie wieder dran. Was sind Ihre alternativen Handlungen, die Ihnen helfen, die Schutzmechanismen nicht nur energetisch zu lösen, sondern auch durch neues Verhalten in Ihrem Alltag sichtbar zu machen? |
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Fassen wir zusammen. Stärken und Schwächen sind nicht absolut. Es handelt sich vielmehr um Verhalten, das in bestimmten Situationen dienlich oder nicht dienlich ist.
Um Verhalten, das Ihnen nicht mehr dienlich ist, zu verändern, gilt es, die Mechanismen und Triggerpunkte dahinter zu verstehen, um sie dann zu wandeln und in neues Verhalten zu überführen.
Gelingt es uns, Verhalten aus automatisierten Schutzmechanismen zu lösen, geben wir gleichzeitig dem mit diesem Verhalten verbundenen Potenzial Raum, weiter zu wachsen. |
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Mit Leichtigkeit in den Sommer
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