Jetzt reicht’s aber! Von der Art, Konflikte anzusprechen.

Von Sabine Walter

Auch wenn Konflikte Chancen in sich bergen, sind Sie bei den meisten Menschen weder im Privat- noch im Berufsleben willkommen. Die Strategien, mit Konflikten umzugehen, sind verschieden: Von Ignorieren bis zum Ausrasten ist alles dabei. Einen Konflikt im frühen Stadium so anzusprechen, dass der andere zuhört und das Gespräch konstruktiv verläuft, fällt vielen Menschen schwer.

Dass Konflikte nicht nur Nerven sondern auch Geld kosten, belegt die KPMG Konfliktstudie. 10-15 % der Arbeitszeit für Konfliktbewältigung genutzt wird, Mobbing bedingte Fehlzeiten kosten Unternehmen 30 Mrd. pro Jahr – nicht inkludiert sind darin Kosten für Fluktuation, Krankheit und Abfindungen für Mitarbeiter, die konfliktbedingt aus dem Unternehmen ausscheiden.

Diese Zahlen zeigen, dass es für Teams unabdingbar ist, eine konstruktive Konfliktkultur zu schaffen und zu leben. Diese fängt damit an, dass Konflikte zeitnah und konstruktiv angesprochen werden.

Wie geht das?

  1. Rahmenbedingungen: Konflikte sollten unter vier Augen in einer vertraulichen Atmosphäre angesprochen werden. Achten Sie darauf, dass Sie Ihrem Gesprächspartner nicht direkt (im 180° Winkel) gegenüber sitzen. Das verstärkt die Konfrontation. Ideal ist ein Winkel von 90°, am Tisch sitzen Sie also besser über Eck.
  2. Innere Haltung: Sehen Sie den anderen als Teil der Lösung. Nur dann gelingt es Ihnen, ein Gespräch auf Augenhöhe zu führen. Es empfiehlt sich daher, nicht im Affekt das Gespräch zu suchen, sondern eine Nacht darüber zu schlafen. Nutzen Sie den zeitlichen Abstand, um Person und Sache zu trennen und eine Sache zu finden, die Sie an Ihrem Gesprächspartner schätzen.
  3. Gesprächsstruktur: Beim Ansprechen des Konfliktes hilft Ihnen die SAG ES Struktur.

Die Chance eines jeden Konfliktgespräches, das auf Augenhöhe geführt wird, ist es, die Vertrauensbasis wieder zu festigen und ein Miteinander zu finden, das den Wünschen und Bedürfnissen der Beteiligten gerecht wird.

Ziel unseres Seminars „Von der Emotion zur Sache“ am 10.-11. Juli im Hofgut Algertshausen ist es, Ihnen dabei zu helfen, eigene und fremde Konfliktmuster schneller zu erkennen, die Dynamik von Konflikten besser zu verstehen, und Ihr eigenes Handlungsrepertoire im Umgang mit Konflikten zu erweitern. Sie führen in den zwei Tagen mehrere Konfliktgespräche und gewinnen so mehr Sicherheit im Umgang mit diesen emotionalen Situationen.

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