Mitarbeiter verändert euch! Über Change und die Rolle von Vorbildern.

Von Sabine Walter

Aktuelle Studien zeigen es, nur etwa ein Viertel aller Veränderungsprojekte gelingen. Viele Unternehmensberater verdienen seit Jahren Geld damit, die „Change-Fitness“ oder „Change-Readiness“ von Unternehmen festzustellen. Einen positiven Einfluss auf das Gelingen von Veränderungsprojekten hat dies jedoch nicht. Warum? Weil bei vielen Veränderungsprojekten die Führungskräfte, die diese Veränderungen anstoßen, weder mit Kopf und Herz dauerhaft in den Prozess involviert sind noch als wirkliche Vorbilder die Veränderungen leben.

Faktoren für erfolgreiche Veränderungsprozesse

Bei unserer Arbeit haben wir 8 Erfolgsfaktoren bei Veränderungsprozessen identifiziert:

  • Dem TOP-Management liegt die Veränderung wirklich am Herzen.
  • Das TOP-Management kommuniziert mehrfach glaubwürdig und überzeugend, warum diese Veränderung zum jetzigen Zeitpunkt absolut notwendig ist, welche konkreten Chancen sich daraus für alle ergeben oder welches drohende Risiko abgewendet wird.
  • Das TOP-Management nimmt Sorgen, Ängste,Fragen und Anregungen ernst und steht immer wieder Rede und Antwort.
  • Das TOP-Management geht ehrlich mit eigenen Sorgen um und spricht offen über die kritischen Erfolgsfaktoren im Veränderungsprozess.
  • Das TOP-Management lebt die Veränderung bevor die Organisation soweit istund setzt damit klare Zeichen.
  • Das TOP-Management sorgt dafür, dass alle Führungskräfte ihrem Vorbild folgenund Impulse so verstärkt und nicht durch das mittlere Management gebremst werden.
  • Das TOP-Management konzentriert sich auf das gewünschte Ziel und lässt der Organisation Raum, den Weg zum Ziel selbst zu gestalten.
  • Alle Führungskräfte nehmen kleine Veränderungserfolge wahr und erkennen diese an.

Antoine de Saint-Exupéry hat das treffend zusammengefasst: „Wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“

Kopf reicht nicht – wir brauchen Emotionen, um uns zuverändern

Zusammengefasst heißt das: damit Veränderungsprozesse wirklich gelingen, braucht es ein Zielbild, das alle im Herzen berührt. Ferner braucht es eine Vertrauenskultur und kreativen Raum, damit die Mitarbeiter und Führungskräfte den Weg zum Ziel selbst gestalten können.

Alle die, die in ihren Organisationen wirklich etwas bewegen wollen, sollten verinnerlichen, dass weder die Höhe des Projektbudgets noch die Anzahl von Change-Agents darüber entscheiden, ob die Veränderung wirklich gelingt. Es braucht – eingebettet in eine Vertrauenskultur – echtes persönliches Interesse am Gelingen, Ehrlichkeit, Transparenz; vor allem vom TOP-Management.

TOP-Manager und Führungskräfte, die mit dieser Haltung Veränderungen initiieren und gestalten, begleiten wir gern dabei, ihr Unternehmen weiterzuentwickeln.

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