Time for change! Drei zentrale Führungskompetenzen im 21. Jahrhundert.

Von Sabine Walter

Wir befinden uns am Anfang des 21. Jahrhunderts in einem fundamentalen gesellschaftlichen Wandel. Um diesen so zu gestalten, dass wir als Menschheit überleben, ist ein fundamentaler Paradigmenwechsel erforderlich. Wir brauchen eine Vertrauens- statt Angstkultur genauso, wie echte Begegnungen und tragfähige Beziehungen. Wir brauchen Mut und die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen – für sich, für andere und für die Gesellschaft. In diesem Artikel fokussieren wir auf die Führungskräfte im 21. Jahrhundert und auf drei zentrale Führungskompetenzen, die Teil und Voraussetzung dieses Paradigmenwechsels sind.

Verantwortung zu übernehmen, ist eine zentrale Aufgabe von Führungskräften. Im heutigen Artikel greifen wir drei Aspekte auf, die unserer Meinung nach oft im Alltag untergehen, aber eine zentrale Bedeutung für das Führungsverständnis in diesem Jahrhundert haben:

Die eigene Entwicklung vorantreiben

Führungspersönlichkeiten, die die Entwicklung anderer fördern, sind nur dann glaubhaft, wenn sie sich selbst kontinuierlich entwickeln und dauerhaft lernen. Deshalb ist es Kernaufgabe jeder Führungskraft, einen kontinuierlichen Lern- und Entwicklungsprozess zu leben. Dazu zählt vor allem

  • die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit,
  • das Lösen starrer Verhaltensmuster,
  • der Ausbau der emotionalen Intelligenz und
  • das Entwickeln und Stärken intuitiver Fähigkeiten.

Diese Fähigkeiten helfen dabei, andere in ihrer Gesamtheit zu sehen und wertfrei als Persönlichkeit sein zu lassen. Ferner unterstützen diese Fähigkeiten dabei, Entwicklungsblockaden zu erkennen und auf wertschätzende und sehr effektive Art zu lösen.

Entwicklungsräume schaffen

Menschen, die führen, übernehmen Verantwortung dafür, dass ihre Mitmenschen in vollem Vertrauen in sich selbst die eigene Entwicklung gestalten und ihren ganz individuellen Weg gehen. Das heißt, Führungskräfte:

  • geben Raum, statt einzuengen, 
  • fördern, statt zu fordern, 
  • lassen sein, statt zu bevormunden, 
  • hören zu und fragen nach, statt zu sagen.

Damit das gelingt, ist es für Führungskräfte notwendig, die kognitive und emotionale Wahrnehmung zu schulen, die eigene Bedürfnisse zu spüren und ernst zu nehmen. Nur dann sind Führungskräfte in der Lage, auch die Bedürfnisse anderer zu sehen und darauf einzugehen.

Querdenken fördern

Albert Einstein hat es auf den Punkt gebracht: „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“ Daher ist es elementar, dass Führungspersönlichkeiten zum Querdenken anstiften und querdenken bewusst fördern. Das setzt eine selbstverständliche und umfassende Vertrauens- und Begegnungskultur voraus. Gleichzeitig erfordert es eine andere Art der Teamzusammensetzung, als sie bisher praktiziert wird. Querdenken funktioniert nur in interdisziplinären Teams, die für das Erreichen eines gemeinsamen Zieles bzw. einer gemeinsamen Vision brennen. Dies setzt Angstfreiheit, Leidenschaft und Mut voraus. Ferner erfordert es eine bedingungslose Akzeptanz im Umgang miteinander und mit den geäußerten Ideen.

Führungskräfte, denen es gelingt, sich von der eigenen Angst vor Ablehnung zu befreien und sich selbst so anzunehmen, wie sie sind, schaffen es, auch andere anzunehmen, wie sie sind und vorurteilsfrei neuen Ideen Raum zu geben.

Führung im 21. Jahrhundert heißt, Entwicklung und Innovation zu fördern. Beides ist unabdingbar, wenn wir als Gesellschaft und damit als Menschheit überleben wollen.

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