Newsletter Online Lesen
managementberatung | coaching
Hilfe, ich muss mich entscheiden!

von Sabine Walter

Übervoller gelber Koffer | Entscheidungen treffen

Na, sind Sie schon reisefertig? 

Koffer gepackt? Oder überlegen Sie immer noch, was Sie mitnehmen?

Und wie ist es im Job? Treffen Sie Bauchentscheidungen oder führen Sie Pro- und Kontralisten? Rechnen Sie Szenarien oder nutzen Sie ausgefeilte KI-Systeme? Entscheiden Sie allein oder im Team?

Entscheidungskraft ist eines unserer größten Potenziale, denn Entscheidungen sind Initialzündungen. Sie geben eine Richtung vor und bringen Dinge ins Fließen.

Wie wir dieses Potenzial entfesseln und für uns in den verschiedenen Lebenssituationen kraftvoll nutzen, steht im Fokus dieses Newsletters.

 

Viel Freude beim Eintauchen in dieses spannende Thema!

Unsere Entscheidungskraft –
Motor unserer Schöpferkraft

Wir Menschen treffen Entscheidungen. Täglich. Bewusst und unbewusst. 35.000 sollen es pro Tag sein. 

Doch während im Urlaub eine vergessene Badehose verkraftbar ist, können verzögerte Entscheidungen im Unternehmensalltag schnell zu echten Risiken werden.

  • Welche Faktoren beeinflussen unserer Entscheidungsverhalten bewusst und unbewusst? 
  • Wie kommen wir auch in komplexen Situationen in angemessener Zeit zu einer Entscheidung?
Drei Hände spielen Stein, Schere Papier | Entscheiden
Warum entscheiden wir,
wie wir entscheiden?

Unser Entscheidungsverhalten wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Je nach Situation, Stimmung und Persönlichkeit verschieben sich die Gewichte – oft unbewusst.

Um das zu verändern und störende Faktoren in unserem Entscheidungsverhalten zu minimieren, geht es im ersten Schritt darum, diese bewusst zu machen.

Nutzenoptimierer oder Risikovermeider?

Ganz grob lassen sich zwei Entscheidungsverhalten unterscheiden: 

  1. Wir entscheiden, weil wir uns davon einen Nutzen versprechen.
  2. Wir entscheiden, damit wir ein Risiko vermeiden.

Natürlich lässt sich nicht jeder Mensch genau einem dieser beiden Verhaltensweisen zuordnen, jedoch lässt sich bei den meisten von uns eine Tendenz erkennen.

Zusätzlich zu diesen beiden groben Verhaltensweisen beeinflussen noch weitere Faktoren unser Entscheidungsverhalten und die Entscheidungsqualität:

  • Emotionen: Angst, Druck oder Euphorie verzerren unsere Wahrnehmung. Wer gestresst ist, trifft eher vorsichtige oder impulsive Entscheidungen.

  • Erfahrungen: Frühere Erfolge oder Misserfolge prägen unsere Risikobereitschaft – oft, ohne dass wir es merken.

  • Kognitive Verzerrungen: Wir überschätzen z. B. die Bedeutung kürzlich erlebter Ereignisse (Recency Bias) oder bevorzugen Informationen, die unsere Meinung bestätigen (Confirmation Bias).

  • Soziale Einflüsse: Die Meinung anderer, Gruppendruck oder die Unternehmenskultur wirken subtil auf unsere Entscheidungen – besonders in Teams oder Führungskontexten.

  • Entscheidungsmüdigkeit (Decision Fatigue): Je mehr Entscheidungen wir täglich unter Druck treffen, desto geringer wird unsere geistige Kapazität für gute Entscheidungen. Hintergrund ist, dass im Stress das Zusammenspiel unserer beiden Gehirnhälften abnimmt.

  • Persönlichkeitsmuster und Glaubenssätze: Tief verankerte Überzeugungen wie „Ich muss es allen recht machen“, „Fehler darf ich mir nicht leisten“ oder „Nur wer alles durchdenkt, entscheidet richtig“ nimmt Geschwindigkeit aus unseren Entscheidungsprozessen und beeinflusst unter Umständen sogar die Qualität der Ergebnisse.

Die eigene Entscheidungsfähigkeit stärken

Genau so vielfältig wie die Einflussfaktoren, sind die Ansätze, um unsere Entscheidungsfähigkeit zu stärken. Schauen wir uns einige davon genauer an:

Die 2-Minuten-Regel

Wenn eine Entscheidung weniger als 2 Minuten Nachdenken braucht, treffen Sie sie sofort.

Das „Reversibilität“-Modell

Fragen Sie sich bei jeder Entscheidung:
„Wie leicht ist dieser Schritt rückgängig zu machen?“

  • Ist er reversibel, entscheiden Sie schnell.

  • Ist er irreversibel, nutzen Sie nachstehende Vorgehensweisen oder gezielt ein kriterienbasiertes Entscheidungsmodell, in das verschiedene Perspektiven und Daten zugrunde liegen.

Good enough for now, save enough to try

In eine ähnliche Richtung zielt dieses Instrument. Damit Entscheidungen nicht an der Suche nach der perfekten Lösung scheitern, kann die Frage: "Ist diese Entscheidung gut und sicher genug, um einen ersten Schritt in eine neue Richtung zu gehen?" helfen, einen Veränderungsprozess anzustoßen.

Überlegen Sie sich, wann Sie erneut auf die Thematik blicken, Erfahrungen auswerten, um ihre Entscheidung ggf. an die dann veränderte Situation anzupassen.

Komplexe Entscheidungen in kleine Schritte unterteilen

Folgende Fragen helfen Ihnen, einen ersten Schritt hin zu mehr Entscheidungssicherheit zu gehen:

  • Was kann schlimmstenfalls passieren?
  • Was ist das Risiko, wenn ich jetzt nichts entscheide?
  • Welchen ersten Teilaspekt kann ich jetzt schon entscheiden?
Kopf oder Bauch?

Eine Frage, die in Entscheidungsprozessen auch immer wieder diskutiert wird, ist die Frage nach dem "Entscheidungsorgan". Kopf oder Bauch?

Idealerweise sind beide Organe am Prozess beteiligt. Mehr Informationen hat unser "Bauch" zur Verfügung. Daher sollten wir unserem Bauch bzw. unserer Intuition Beachtung schenken.

Entscheiden wir jedoch im Affekt aus dem Bauch, sind es Entscheidungen, die durch einen Trigger ausgelöst werden. Sind dann noch starke Emotionen wie Wut, Angst oder Trotz im Spiel, sollten Sie das Thema z.B. über Nacht ruhen lassen und zu einem späteren Zeitpunkt aus der Perspektive des wertfreien Beobachters noch einmal darauf schauen.

Klarheit über Ziel und Rahmenbedingungen

Weitere Ursachen, warum Entscheidungsprozesse ins Stocken geraten, sind fehlende Klarheit in Bezug auf Ziel und Rahmenbedingungen.

  • Was wollen Sie erreichen? Bis wann? 
  • Welche Rahmenbedingungen sind zwingend einzuhalten? 
  • Von welcher Basis starten Sie in den Prozess? 
  • Welche Informationen sind vorhanden und für den Entscheidungsprozess relevant? 
  • Welches Risiko können Sie eingehen? Welches nicht?
  • Wer kann für den Entscheidungsprozess wertvolle Perspektiven liefern? Wer nicht?

Je transparenter Sie diese und andere Fragen für sich und andere beantworten, desto leichter fällt es, Entscheidungen vorzubereiten und zu treffen.

Die eigene Intuition stärken

Um die eigene Intuition zu stärken und auch dieser mehr und mehr zu vertrauen, empfehle ich Ihnen, die Transformation blockierender Persönlichkeitsmuster.

Das geht am besten im Rahmen eines Coachings.

Mit dem Gutscheincode SUMMERFEELING erhalten Sie 20% Rabatt auf Ihre Coachingbuchung.

 

Der Gutschein ist bis zum 31.08.2025 gültig.

Coaching buchen

netzwerk managementberatung | coaching
Sabine Walter

managementberatung-coaching.de