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Let it flow!
Kopf und Bauch in Gleichklang bringen.

von Sabine Walter

Wir kennen den Diskurs, den Kopf und Bauch miteinander führen. Unser Bauchgefühl sendet einen Impuls. Und wenn dieser Impuls nicht dem Altbekannten entspricht, findet unser Kopf zahlreiche Argumente, warum wir diesem Bauchgefühl nicht trauen sollten.

Doch Kopf und Bauch in Gleichklang zu bringen, bedeutet: Den eigenen Flow zu finden und mit diesem in Harmonie durchs Leben zu fließen.

Ich lade Sie ein, Ihrem persönlichen Flow und damit der sommerlichen Leichtigkeit ein Stück näher zu kommen.

Doch wie gelingt das?

Am Anfang ist die Frage

Wie bei jedem Rätsel, das es zu lösen gilt, steht am Anfang eine Frage, die den Raum des Rätsels eröffnet.

Die Frage, die ich in den heutigen Raum geben möchte, lautet:

In welchen Bereichen Ihres Lebens gibt es kleine und größere Spannungen zwischen Kopf und Bauch?

Zur Harmonie von Kopf und Bauch

Übung Teil 1: Brainwriting

Schnappen Sie sich jetzt am besten einen Post-it Block und notieren Sie, ohne zu werten, alles das, was Ihnen Ihr Bauch als Antworten auf diese Frage sendet.

Schalten Sie beim Schreiben Ihren Kopf aus. Er muss nicht verstehen, was Sie notieren. Alles ist willkommen.

Wie bei einem Innovationsprozess dürfen im ersten Schritt alle Ideen – und seinen sie noch so verrückt – ins Bewusstsein kommen und notiert werden.

Beispiel-Ergebnis

Vielleicht befinden sich folgende Post-its jetzt auf Ihrem Tisch:

  • Familienzeit
  • Zeit mit Freunden
  • Sportpensum pro Woche
  • neuer Job
  • Kontakt mit den Eltern
  • Paarzeit
  • Renovierung Haus / Wohnung
  • Kommunikation mit Kollegen / Team / Chef
  • Ernährung

Übung Teil 2: Post-its bearbeiten

Jetzt folgen Sie Ihrer Intuition (Ihrem Bauchgefühl) und beginnen mit dem Post-it, welches sich in den Vordergrund drängt.

In welchem Bereich ist es wichtig, Harmonie zwischen beiden Entscheidungsinstanzen, Kopf und Bauch, herzustellen? Welcher Bereich hat Auswirkungen auf andere?

Post-it gefunden? Los geht's!

Ich erkläre das Vorgehen an einem Beispiel:

Nehmen wir an, Sie haben sich für das Post-it "Kontakt mit den Eltern" entschieden.

1. Stellen Sie folgende Fragen an Ihren Bauch und notieren Sie wertfrei die Antworten:

  • Welchen Zustand strebst du, Bauch, in diesem Bereich an?
  • Warum ist dieser Zustand aus deiner Sicht erstrebenswert?
  • Welches Potenzial eröffnet sich dadurch aus deiner Sicht in meinem Leben, hätte ich diesen Zustand erreicht?

Wenn Sie gut mit Ihrem Körper in Kontakt sind, können Sie auch diesen erstrebenswerten Zustand mit Ihrem Körpergespür erfahren. Vielleicht wird ein Teil Ihres Körpers weiter oder leichter? Vielleicht wird Ihr Atem tiefer oder Sie empfinden in der Herzgegend eine wohlige Wärme. Sammeln Sie die Informationen ein, die Ihnen Ihr Körper sendet und bleiben Sie in diesem Zustand, solange er Ihnen gut tut.

2. Nun wenden Sie sich an Ihren Kopf, stellen ihm folgende Fragen und notieren wieder wertfrei die Antworten.

  • Wenn du, Kopf, diese Antworten liest, welche Sorgen und Ängste entstehen bei dir?
  • Was ist das Schlimmste, was aus deiner Sicht passieren kann, wenn ich einen ersten Schritt in die neue Richtung gehe?
  • Auf einer Skala von 0 (gar nicht) bis 10 (stark) wie stark gefährdet dieser Schritt meine Existenz?
  • Wie müsste der erste Schritt aussehen, um eine Existenzgefährdung auszuschließen und die Chance auf ein neues Potenzial zu eröffnen?

Vielleicht ist das Ergebnis dieses geführten Dialoges zwischen Kopf und Bauch dass Sie einen ersten Schritt auf Ihre Eltern zugehen, um eine verfahrene Situation in Bewegung zu bringen.

Vielleicht erfolgt dieses aufeinander Zugehen mit der Frage: "Wie geht es euch?" Sie hören mit offenem Herzen zu und sagen dann: "Danke, dass ihr es mir erzählt habt." Nicht mehr.

Nach dem Gespräch spüren Sie bewusst in Kopf und Bauch und notieren, was Sie wahrnehmen – wertfrei – bevor Sie mit Bauch und Kopf erarbeiten, welcher nächste Schritt auf dem Weg in den neuen Zustand im Bereich "Kontakt mit Eltern" im Einklang mit beiden Instanzen ist.

Nach diesem Vorgehen können Sie jedes Post-it bearbeiten bis Sie den erstrebenswerten Zustand erreicht haben.

Sollte Ihnen Ihr Bauch andere Fragen senden oder Fragen ergänzen wollen, folgen Sie bitte Ihrem Gespür.

Das Warum hinter dem Vorgehen

In dem Moment, in dem Sie Kopf und Bauch aktiv einladen, sich zu äußern, nehmen Sie die Rolle des Moderators bzw. der Moderatorin beider Anteile in Ihnen ein.

Ein Moderator ist der Neutralität verpflichtet. Diese Neutralität im eigenen System verhilft Ihnen dazu, das, was sich zeigen und ins Bewusstsein kommen möchte, zuzulassen. Wertfrei.

Dieses wertfreie Zulassen ist der entscheidende Schritt, um ins Fließen zu kommen.

In diesem Sinne: Let it flow!

Portrait der Unternehmerin Sabine Walter

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