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Change – Drama raus, Klarheit rein

von Sabine Walter

Die Kraft der Stille | Wald und Himmel spiegeln sich in einem See

Veränderungen lösen selten Jubel aus. Sie rütteln an Gewohnheiten, Routinen und manchmal auch an Sicherheitsgefühlen. Jede Veränderung durchläuft dabei drei Phasen: Long Goodbye, Messy Middle und New Beginning. Je nachdem, wie wir diese Phasen erleben und kommunizieren, können wir Veränderung erleichtern – oder unnötig erschweren.

Ich gebe in diesem Newsletter konkrete Impulse, wie Sie souveräner durch Veränderungen navigieren.

Das Grundprinzip

Alles, was wir in den Fokus nehmen, gewinnt Kraft.


Wer ständig über Chaos, Unsicherheit und Kontrollverlust spricht, verstärkt genau das. Der Satz „Bei uns herrscht totales Durcheinander!“ wird schnell zum Mantra, das Angst zementiert.

Was bedeutet das für die Change-Kommunikation?

Drama raus - Fakten rein

Keine Veränderung ist per se gut oder schlecht. Sie ist. Wertfrei.

Wertfreiheit bedeutet nicht, Dinge schönzureden, Ängste zu ignorieren oder Probleme zu verschweigen. Es bedeutet, Situationen realistisch zu benennen:

  • Was ist aktuell?
  • Was ist nicht mehr?
  • Was brauchen wir im Moment?
Dienlichkeit erfragen

Durch die Veränderung der Kommunikation von der einfachen Bewertung "gut" oder "schlecht" hin zur "Dienlichkeit" oder der "Zielführung" bringen Sie mehr Konstruktivität in den Diskurs.

  • Welche bisherigen Arbeitsweisen sind uns noch dienlich?
  • Welche nicht mehr?
  • Was wäre jetzt im Moment zielführend?
  • Was dient dir im Alltag aktuell noch? Was nicht mehr?

Diese Fragen geben Orientierung statt Panik auszulösen und laden ein, die Veränderung mitzugestalten.

Andere aus dem Drama holen

Ängste anerkennen – aber konkretisieren:

  • „Worüber genau machst du dir Sorgen?“
  • "Was genau löst bei dir Widerstand aus?"
  • "Welchen Aspekt, der dir bisher dienlich war, vermisst du jetzt?"

Konkretisierung nimmt Bedrohung.

Lösungsfokussierte Rückfragen entkräften Killerphrasen und bringen destruktives Denken hin zu mehr Konstruktivität:
„Das klappt nie!“ → „Wie würde es deiner Meinung nach funktionieren?“

Außerdem akzeptieren wir Menschen eher eine Umgebung, die unsere Ideen enthält. Daher ist die Frage nach dem Lösungsvorschlag ein erster Schritt hin zu mehr Selbstwirksamkeit im Change.

Raus aus der Opferhaltung, rein in die Mitgestaltung.

Wertschätzen, was war – anerkennen, was entsteht

Weder Verteufelung der Vergangenheit noch deren Verklärung bringen uns weiter.


Erkennen Sie an, was bisher dienlich war – und machen Sie kleine Fortschritte sichtbar. Selbst ein neues Standup, das bisher nur einmal pro Woche klappt, ist ein Anfang.

Veränderung begleiten lassen
Reflexionsfragen für die drei Phasen
  • Wo stehst du gedanklich? Im Long Goodbye, Messy Middle oder New Beginning?
  • Wo stehst du emotional?
  • Was hast du innerlich schon akzeptiert?
  • Wo sträubt sich innerlich noch alles in dir?
  • Wie sähe ein Prozess / eine Lösung aus, der aus deiner Sicht absolut dienlich wäre und dich ein Stück weiter in das "New Beginning" bringt?
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Fazit

Veränderung wird leichter, wenn wir Drama entziehen, Realität klar benennen und Verantwortung in konstruktive Bahnen lenken.

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