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Konfliktfähigkeit - eine zentrale Führungskompetenz

von Sabine Walter

Konfliktfähigkeit ist eine zentrale Führungskompetenz. Doch wird sie oft fehlinterpretiert und damit auch ihre Schlüsselrolle für eine hohe Führungswirksamkeit unterschätzt. Um zu verdeutlichen, in welchen Bereichen mangelnde Konfliktfähigkeit unternehmerische Entwicklung behindert und erfolgreiches Wirken erschwert, habe ich einige Beispiele zusammengestellt, die wir in unserer Arbeit immer wieder erleben:

  • Unpopuläre Entscheidungen werden herausgezögert oder nicht getroffen.
  • Getroffene Entscheidungen werden inkonsequent oder zögerlich umgesetzt, weil dadurch Konflikte entstehen oder ans Licht kommen könnten.
  • Schwelende Konflikte werden nicht angesprochen.
  • Es wird zu wenig für die beste Lösung gestritten.
  • Feedback bleibt oberflächlich, kritische Rückmeldungen werden vermieden.
  • Feedback wird generell gescheut.
  • Fehler werden vertuscht.
  • Es werden keine Ideen eingebracht, die den Status quo in Frage stellen.

Dadurch entstehen in der Regel höhere Kosten, Weiterentwicklungsmöglichkeiten werden nicht genutzt. In einigen Fällen nimmt die Qualität Schaden, die Wettbewerbsfähigkeit leidet.

Ich denke, durch die genannten Beispiele wird deutlich, dass eine gut ausgeprägte Konfliktfähigkeit keineswegs mit der Lust des ständigen Streitens gleichzusetzen ist.

Was also ist Konfliktfähigkeit?

Konfliktfähigkeit ist die Fähigkeit, Konflikte bewusst und aus sich heraus zu erkennen und sich mit ihnen konstruktiv auseinanderzusetzen. Ist diese Fähigkeit bei einem Menschen sehr gut entwickelt, so hat dieser einen stabilen Selbstwert und ein gesundes Selbstvertrauen. Die bewusste oder unbewusste Angst vor Ablehnung ist gering.

Woran lässt sich eine gut ausgeprägte Konfliktfähigkeit erkennen?

  1. Trennung zwischen Person und Sache
    Menschen, mit einer gut ausgeprägten Konfliktfähigkeit können zwischen Person und Sache trennen. Das versetzt sie in die Lage, Irritationen konstruktiv und mit einer zugewandten Haltung anzusprechen und Feedback anzunehmen und zu reflektieren.
  2. Klare Sprache ohne Weichmacher
    Das mit der Konfliktfähigkeit einhergehende Selbstvertrauen zeigt sich auch in einer klaren Sprache. Weichmacher, wie "wir sollten eventuell bei Gelegenheit gegebenenfalls mal drüber nachdenken, ob..." werden nicht benötigt, um den eigenen Standpunkt zu erläutern.
  3. Standpunkte, auch wenn sie von der Masse abweichen, werden selbstbewusst vertreten.
  4. Werden neue Ideen eingebracht, ist der Ideengeber nicht beleidigt, wenn diese nicht umgesetzt werden. Er kann auch dieses Feedback akzeptieren.

In unserem Artikel "Jetzt reicht's aber! Von der Art, Konflikte anzusprechen" geben wir Impulse, Spannungen konstruktiv anzusprechen und zur gemeinsamen Lösungsfindung einzuladen. Zentraler Aspekt dabei ist die Haltung, mit der Sie in das Gespräch gehen. Auch dazu finden Sie Impulse im folgenden Artikel.

Jetzt reicht's aber! Von der Art, Konflikte anzusprechen.
Auch wenn Konflikte Chancen in sich bergen, sind sie bei den meisten Menschen weder im Privat- noch im Berufsleben willkommen. Die Strategien, mit Konflikten umzugehen, sind verschieden: Von Ignorieren bis zum Ausrasten ist alles dabei. Einen Konflikt im frühen Stadium so anzusprechen, dass der andere zuhört und das Gespräch konstruktiv verläuft, fällt vielen Menschen schwer.
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Bei der Entwicklung einer gesunden Konfliktkultur tragen Führungskräfte eine besondere Verantwortung. Ihr Handeln hat prägende Wirkung. Daher ist es wichtig, dass sie in der Lage sind Spannungen auszuhalten. Denn:

 

Konstruktive Reibung gehört dazu

Konstruktive Reibung ist Teil gut funktionierender Teams. Wie Sie herausfinden können, ob die Spannungen, die Sie in Ihrem Team wahrnehmen, konstruktiv sind, beschreiben meine Kollegin Annika Schmidt und ich in folgendem Artikel:

Das kommt in den besten Familien vor! Wieso Auseinandersetzungen in Teams dazu gehören.
Wer wünscht sich nicht ein gut funktionierendes Team. Reibung soll dabei möglichst vermieden werden, denn diese lässt Zweifel an der guten Zusammenarbeit aufkommen. Dabei wird häufig vergessen: Reibung entsteht nicht bei Distanz, sondern bei Nähe.
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Gute Konfliktkultur - ein Zeichen des Vertrauens

Dass die Abwesenheit von sichtbaren Konflikten keineswegs ein Zeichen für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ist, lesen Sie im Artikel "Ab in den Ring. Vom Wert der Streitkultur.". In ihm finden Sie auch Empfehlungen, wie Sie eine konstruktive Streitkultur in Ihrem Team fördern können.

Ab in den Ring! Vom Wert der Streitkultur.
Wenn wir Unternehmen in ihrer Entwicklung begleiten, werden wir oft mit der Botschaft empfangen: “Eigentlich ist bei uns alles in Ordnung, denn wir streiten nie." Diese Ruhe ist trügerisch, ist eine konstruktive Streitkultur doch Ausdruck von Vertrauen.
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Welchen Mehrwert bieten wir Ihnen bei der Weiterentwicklung Ihrer Konfliktfähigkeit und der Ihres Teams?

Wir können Sie und ihr Team auf verschiedene Weise dabei begleiten, die Konfliktfähigkeit zu stärken:

  • Analyse Ihrer Konfliktfähigkeit und der vorherrschenden Konfliktkultur, Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen (Beratung)
  • Weiterentwicklung der persönlichen Konfliktfähigkeit. (Executive Coaching)
  • Vertrauensauf- und -ausbau im Team oder in der gesamten Organisation (Organisations- und Teamentwicklung)
  • Ausbildung von Konflikt-Moderatoren (Train-the-Trainer)
  • Vermittlung der Grundlagen einer guten Konfliktkultur (z.B. durch Konfliktmanagementseminar)
  • Konfliktmediation

Ungelöste Konflikte und eine nicht vorhandene oder destruktive Konfliktkultur kosten nicht nur Zeit und Nerven, sie kosten vor allem Geld! Daher ist unsere Empfehlung:

Investieren Sie in Ihre persönliche Konfliktfähigkeit und die Ihres Teams!

Kontaktieren Sie uns.

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